Themenwanderweg „Pot v Crngrob“ (Weg nach Crngrob)

Der Weg beginnt gegenüber dem Busbahnhof Škofja Loka. Auf der Grünfläche vor dem Kaufhaus NAMA steht eine Informationstafel mit allen notwendigen Anweisungen und Informationen.

Das Rote Pestmarterl

Der Weg führt am Bildstock Pieta, dem 1896 Ivan Grohar ein Bild von Gosar übermalte, vorbei Richtung der Kapelle des Heiligen Kreuzes.

Inmitten des Waldes, an einer Kreuzung zweier Straßen, steht das Rote Pestmarterl aus dem 16. Jahrhundert. Es gilt als eines der ältesten Marterl in Slowenien. Das Marterl wurden in Erinnerung an die Pest erbaut. Auf ihm gibt es eine Anzahl von gemalten Heiligenbildern, die aber leider schlecht erhalten sind.

Etwas weiter, an einem alten Waldweg, stehen zwei Felsen, wo der Legende nach, Maria ruhte, als sie ihr Heiligtum besuchte.

Unmittelbar nach dem Verlassen des Waldes kommen Sie ins Dorf Crngrob und sehen den Glockenturm der Kirche der Mariä Verkündung vor sich.

Die Wallfahrtskirche der Mariä Verkündigung

Die Wallfahrtskirche der Mariä Verkündigung ist eine der schönsten mittelalterlichen Kirchen in Slowenien. Sie entstand über die lange Zeitspanne von Ende des 13. Jahrhunderts bis Mitte des 19. Jahrhunderts. Da die Kirche, verglichen mit der Größe des Dorfes, sehr groß ist, wird davon ausgegangen, dass die Kirche von Anfang an als Wallfahrtskirche bestimmt war. Wegen ihrer Beliebtheit musste sie mehrmals erweitert werden. Wenn Sie darauf achten, können Sie in der Kirche viele Unterschriften der Pilger entdecken.

Wenn Sie die Kirche erreichen, sehen Sie zuerst das Fresko des Heiligen Christophorus mit Jesus auf seiner Schulter. Im Schutz der neugotischen Vorkirche, an der Fassade, ist das Fresko des Heiligen Sonntags zu sehen. Dies stammt aus der Mitte des 15. Jahrhunderts und zeigt Tätigkeiten, die an Sonntagen verboten waren. Das Fresko ist ein wichtiges Denkmal der spätmittelalterliche Malerei und gleichzeitig eine reiche Quelle der Kultur- und Brauchtumsgeschichte des Mittelalters. Es zeigt Szenen aus dem Alltag, die uns viel über das Leben der Handwerker, Architektur, Traditionen und Kleiderkultur lehren.

Suchen Sie unter der neugotischen Vorkirche,  auf der Steinbasis der Säulen,  den Abdruck eines Hufeisens. Die Legende besagt, dass ein türkischer General zu Pferd in die Kirche reiten und sie  berauben wollte. Er erblindete. Er wollte trotzdem nicht aufgeben und als er immer weiter Richtung zum Altar ritt, begann der Boden unter dem Pferd nachzugeben.

Die Innenausstattung der Kirche ist vorwiegend barock. Der älteste der goldenen barocken Altäre ist der Altar des Hl. Ahac (1648), der sich im südlichen Kirchenschiff befindet. Der Hauptaltar, der Maria gewidmet ist, ist der größte Goldaltar in der Region Gorenjska.

Die Rippe des Riesenmädchens (Rebro Ajdovske deklice)

In der Kirche befindet sich seit Mitte des 15. Jahrhunderts ein ungewöhnliches Ausstellungsstück, dass der Legende nach einem Riesenmädchen gehörte.

Die Legende besagt, dass das Riesenmädchen (Ajdovska deklica) aus den Wäldern um Crngrob, beim Bau der Kirche half. In ihrer Schürze brachte sie den Maurern große Steine, in einem riesigen Eimer Wasser aus dem Fluss Sava. Sie arbeitete so hart, dass sie aus Überarbeitung eine Erkältung bekam und starb. Aus Dankbarkeit und zur Erinnerung wurde eine ihrer Rippen in der Kirche aufgehängt. Die Leute erzählen, dass jedes Jahr ein einziger Tropfen Blut aus dieser Rippe tropft. Wenn der letzte fallen wird, kommt der Tag des jüngsten Gerichts.

Die Kirche ist für die Öffentlichkeit geschlossen. Führungen bestellen Sie bei Tourismus Škofja Loka.

Sie können Ihren Weg zu den Dörfern Planica und Križna Gora fortsetzen oder können das Sorško polje erkunden, über das die 13. Etappe des Lokaer Radwegs verläuft – der Lokaer Radrundweg.

Besuchen Sie auch:


Kulinarisches Angebot in der Nähe:

  • Bauernhof Pri Marku, Crngrob
  • Gostilna Crngrob
  • Gostilna Pri Boštjanu, Križna Gora